KeiNe PaNik

Archive for the ‘mein Leben’ Category

„Pusher“ ist eine frühe Filmtrilogie von Nicolas Winding Refn. Später drehte Refn auch den Film „Valhalla Rising“, mit dem er sich das Prädikat „outstanding“ bei mir erwarb. Kino weit ab des Mainstreams. Pusher hatte ich bisher nie ganz geschaut, da ich nur Filme in Dänish ohne Untertitel hatte. Bei YouTube fand ich jetzt deutsche Synchronisationen. Wer weiß, wie ich Synchros gegenüber kritisch stehe, wird sich jetzt vielleicht wundern: ich fand die synchronisierten Filme alle einfach genial. Refn ist ein guter Regisseur, der Kino auf die leere LCD-Wand bringt, so wie ich es mag: zynisch, kalt aber auch irgendwie immer ein wenig herzlich.

 

Nebenbei habe ich mir begeistert nach der Trilogie (die ich natürlich auch gleich als DVD bestellte) auch den neusten Refn-Film „Only God forgives“ angeschaut. … In meinen Augen hebt sich Nicolas Winding Refn gegenüber Lars von Trier um Längen hervor, wenn man sich die Frage stellt: welcher dänische Regisseur ist der kreativere? Wobei mir die Filme von beiden immer dieses tolle Heimkinofeeling schenken: Start drücken und bis zum Ende des Filmes nicht mehr den Blick von dem Bildschirm/Fernseher zu lassen … oft auch weit über das Ende hinaus! 🙂

Das Leben verläuft zyklisch und irgendwann steht man gut und gerne da, wo man schon einmal war. Ich arbeite wieder, weiß nicht wo für? Für das Geldausgeben fehlt mir die Zeit und die Zufriedenheit einfach mal etwas schönes zu kaufen. Die Arbeit nervt. Am Wochenende ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass die Arbeit an sich das wäre, was meinem Leben noch Form gäbe. Weil das Wochenende starrte ich Löcher in die Wände. Von genau da kam ich und dachte wirklich, das nie mehr erleben zu müssen.

So gesehen ist es schwierig hier etwas … produktives … zu schreiben. Der Heuschnupfen oder die Allergiesaision raffte mich vor wenigen Wochen auch dahin. Das war auch schlimmer als sonst. Ich hasse es, nach dem Duschen blutige Striemen auf der Haut zu haben. Obwohl es weniger hassen, als wortloses Zur-Kenntnis-Nehmen war. Schlimm ist auch die Müdigkeit. An einem guten Tag stehe ich 5 Minuten vor dem Wecker auf …. an schlechten 15 Minuten später. Das war zuletzt die Regel.

Auf der Arbeit spreche ich jetzt öfters mit einer Frau, die noch mehr unter Allergie leidet. Ihr helfe ich demnächst auch beim Umzug. Sie ist so eine von den Frauen, die nur hübsche Freundinnen haben. Das ist natürlich ein wenig Trost für mich. Aber ich mache es auch aus dem Grund etwas Gutes zu tun. Sonst denke ich, wird es schwer sein, aus diesem Loch heraus zu kommen.

Seit letztem Jahr genieße ich den Vorzug eigene Wasserkefir herzustellen. Japankristalle nennt man auch die kleinen, weißen Knuddel, die zusammen mit Wasser, wenig Zucker und ein paar Rosinen angesetzt werden. Nach gut 2 Tagen sind sie – unter Luftausschluß – fertig und das Getränk schmeckt fruchtig und erfrischend. Je nach Zucker (Glukose, alles andere geht nicht) schmeckt es ein wenig anders und manche geben auch eine Scheibe Zitrone hinzu. Das schmeckt dann ein wenig nach Tonic.

Wasserkefir wird oft mit Kombucha verglichen. Irgendwie gesund und völlig exotisch, auch wenn man nichts genaues weiß. Im Gegensatz zum Kombucha ist die Wasserkefir völlig einfach anzusetzten. Beim Kombucha kamen mir oft Zweifel, ob das nicht einfach umkippen würde und ich mir mehr Schlechtes als Gutes antun würde. Die Kefir reift da schneller und wenn man will, kann man bald auch weitere Kulturen züchten oder andere mit einer Kultur glücklich machen.

Fazit: Guter Limonadenersatz, denn die Wasserkefir kommt auch bei ausgesprochenen Limonadentrinkern wie auch Kindern sehr gut an. Cave: Restalkohol von 0.5 % und bestimmt auch nicht vegan!

Nachdem mir klar wurde, dass es uncool ist eine Xbox One zu kaufen, zwecklos eine PS4 zu bestellen, habe ich nun dies hier geordert! 300-fache Vergrößerung! Das war immer schon ein Jugendtraum von mir und dabei jetzt so günstig. Man muß aber sagen, dass das Aufrüsten mit Filtern und auch Fotoapparatur noch nicht dabei ist. Aber ich finde es ganz lustig, falls ich mal Gäste habe, könnte man an sternenklaren Nächten auf der Dachterasse mit dem Teleskop die Weiten des Alls erkunden.

Schnee am Sonntag hat etwas apokalyptisches. Der Schnee behindert das Autofahren als einen Ausdruck der Zivilisation und der Sonntag macht es unmöglich einzukaufen. – Jedoch gibt es am Bahnhof einen Lidl, einen billigen Discounter, der auch am Sonntag tief im Keller des Bahnhofs seine Pforten geöffnet hat. Dieser Ort mit Massen von abgerissenen Gestalten und langen Schlangen an überfüllten Kassen geben mir immer ein Gefühl in irgendeiner Art von Hölle zu sein.

Find’s auch nervig am Sonntag zu merken, dass ich Äpfel und Brot brauche, um am Montag Frühstück machen zu können. Außerdem ist das Brot beim Lidl nicht wirklich toll.

Klar eine Freakshow ohne Ende. Aber mir gefällt das. Drei Typen in einem leeren Haus geben ein Konzert. Allein schon das, und was dann folgt an Chaos, reicht aus um einem zu sagen: „Hier ruhe Dich mal ein wenig aus … hier ticken die Menschen frei.“ Aber alleine die Tatsache, dass man mit ihnen wohl kaum eine Werbung für Gilette machen könnte, das reicht schon zu wissen, dass sie keinen großen Erfolg haben werden, – irgendwo da oben. Aber gerade das zeichnet sie aus.

Für mich ist wertvolle Nahrung ein Naturrecht. Häufig sind aber die Nahrungsprodukte aus dem Supermarkt kaum nährstoffreich und will man eine vorwiegende vegetarische Ernährungsform mit einem Krafttraining verbinden, dann bekommt man ein Problen von zu vielen Nüssen, die man täglich verzehren muß, um die nötigen Proteine zu bekommen.

So interessierte ich mich schon länger für so genanntes Super-Food. Das ist Essen einer Qualität, in der alles drin ist, was der Mensch braucht. Von Spirulina bis Maca testete ich so einiges, aufgrund der hohen Preise kam es aber bei mir nicht zu einer Dauereinnahme solcher Substanzen. Jetzt aber geistert die Moringa-Pflanze als ultimative Allzweckwaffe gegen alles nur Denkbare durch das Internet. Als ich dann hörte, dass Leute über Verschwinden von grauen Haaren und der Geheimratsecken berichteten, dann wußte ich es: ich muß es testen. Graue Haare und Geheimratsecken sind übrigens die Kaufargumente eines Mannes über 30, eigentlich nicht in erster Linie eine bessere Potenz, wie man vielleicht annehmen würde.

Aber Moringa ist wohl mehr als eines der üblichen Mittelchen, die alles versprechen, viel kosten und am Ende wenig bringen. Es ist eine Lebensphilosophie! Kennen gelernt habe ich die Pflanze bei einem Freund, der zuhause Gold, Wasser und Nahrung hortet, weil er das Ende unserer Zivilisation fürchtet. Bei ihm fand ich vor einem Jahr zwei kleine Pflänzchen. Weil er eigentlich nun eher nicht der Typ für kleine Zimmerpflanzen ist, fragte ich ihn, was es mit den Pflanzen auf sich hatte: schnell wachsend, nährstoffreich und alles drin, was ein Mensch zum Leben braucht.

So wurde ich vom Moringa-Virus ergriffen. Ich bestellte mir dann Anfang des Monats ein Kilogramm vom Moringapulver und nehme es schon fast eine Woche. Natürlich ist es zu früh, um jetzt Wundergeschichten zu erzählen. Aber – obwohl mein Leben zur Zeit überhaupt nicht dazu einläd, mir geht es richtig gut. Ich bin richtig hyppressiv, so als Kunstwort im Gegensatz zu depressiv. Schon morgens bin ich meistens schon vor dem Wecker wach und habe so ein Vitalitätsgefühl im Körper. Das ist eigentlich das Angenehmste und das Praktische ist: ich muß mir keine Gedanken mehr machen, wie ich welche Aminosäuren, Vitamine und Omega-Fettsäuren zu mir nehmen kann. Das alles, und noch viel mehr ist in dem Pulver!

Fortsetzung folgt.


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