KeiNe PaNik

Archive for the ‘mein Leben’ Category

Ich werde hier nichts mehr schreiben. Ich mache jetzt bald eine Reise und mein Reiseblog will ich nicht mehr bei WordPress betreiben. Das hat profane Gründe, nämlich dass man hier nicht an der Werbung als Inhalterbringer partizipieren kann. Deshalb gehe ich zu blogger.com, in Googles Reich. Das ist auch nicht so finster, wie man sich das vielleicht vorstellen kann. Das Schreiben klappt da sehr viel einfacher als hier. Ich denke der Anbieter hier sorgt sich nicht so um User mit älteren Browsern. Na ja blogger.com ist ja nicht aus der Welt. Ich habe auch jetzt keine Einkünfte mehr und vielleicht hilft mir ja eines Tages Googles Scheck mit 30 Dollar aus der Patsche? Zur Zeit ist mein neuer Blog jedoch noch werbefrei, weil es sich zur Zeit noch nicht lohnt da was zu schalten. Thema ist da nur noch die Reise und zur Zeit, na ja so ein paar Testartikel. Jedem, von dem ich jetzt Abschied nehme, gebe ich die Adresse. Wenn er an mich denken sollte, kann er vorbei schauen und ich hoffe dann immer mal was schönes, neues aus der Welt aufgeschrieben zu haben.

Ach so, diesen Blog werde ich von Zeit zu Zeit immer mehr offline bringen. Ich möchte nicht private Gedanken und Erinnerungen offen im Netz stehen lassen. Ich glaube nur den Xylit-Artikel werde ich zugänglich lassen, weil ich den Eindruck habe, er gibt hier einigen Leuten heute noch etwas.

Danke jedem Leser, der es bis hierhin geschafft hat. Mir hat es immer Spaß gemacht hier offen und zwanglos etwas zu schreiben. Jetzt bin ich jedoch froh, mich auch nicht mehr hier mit dem Interface abmühen zu müssen. Pro Anschlag 1 Sekunde und die Deletetaste braucht gut 2 Sekunden!

Macht es gut!

Wolfgangs neuer Blog => Klick mich!

Habe viele Leute gefragt und das schlimmste Gefühl ist, wenn die Musik im Inneren verstummt. Man trägt sie noch in sich, Tage und bei mir fast 2 Wochen. So langsam wurde es still und ja … doofes Gefühl. Also wurde es wieder Zeit für das nächste Wochenende. Da ist wieder Party in Holland, wo viele wieder sein werden. Ich laß mich einfach mal überraschen. Dinge auf einen zukommen lassen. Cool bleiben. Wird Spaß.

Auszüge aus meinem Romanversuch: „Liebe, erkärt in einfachen Schritten“

Gestern war ich bezüglich meiner weiteren emotionalen Entwicklung sehr ungewiß. Es war wie den Verstand zu verlieren. Aber ein paar Telefonate brachten wieder mehr Klarheit.

Von meinem Kumpel Ruben habe ich gelernt, die Planung des Vorgehens in solchen Dingen so zu gestalten, dass man selber felsenfest davon überzeugt ist, dass diese Begegnung der Sinn des Universums ist.

Es geht nicht darum jetzt das zu tun, was man machen sollte. Es geht darum so zu sein, wie ich bin. Und das zu tun was ich richtig halte! Denn ich bin es, der in ihrem Herzen leben werde und will.

Ist jetzt vielleicht völlig verliebt mißverstanden? Ich werde in ihrem Herzen leben und auch wenn es irgendwann soweit ist, dass ich da bin, wo ich immer hin wollte: Dann ist es Realität und diese schaffe ich jetzt und hier. Soll ich eine Frau haben, die einen alten Sack geheiratet hat? Oder eine, die weiß wie ich bin und viel mehr bin … als der alte Sack? Und in diesem Leben Liebe sein wird.

Darum kein Anschreiben auf Facebook. Das wäre so, als würde ich sie versuchen zu halten, sie festzuhalten. Ich will Freude ins Leben bringen. Ihren Garten immer grün und blühend zu halten. Darum keine mindfucked virtuelle Kommunikation. Reality … 🙂 Ich treffe sie wieder auf einer Party. Und auf einmal standen wir uns wieder gegenüber… Ich beginne zu verstehen, wie das Leben arbeitet. Ich habe jetzt hier eine Chance und je nachdem, wie ich es angehe, erschaffe ich meine spätere Realität.

Was kann bei diesen Freunden eigentlich noch falsch laufen?

Ich habe genau in diesem Moment darauf geachtet, wie es sich anfühlt, wie es abläuft. Zuerst ein plötzliches Schweigen und nichts, kein Gedanke, kein Gefühl bis eine zarte Verwunderung in einem aufsteigt. Dann ein flüchtiger Blick und die Gewißheit, dass sie es ist, mit der das Schicksal einen verbändelt. Nichts ist mehr zu tun, nur alles passieren lassen. Die Dinge auf einen zukommen lassen und zu genießen.

Ein Musikfestival kann auch sehr romantisch sein. Was gibt es schöneres als über 5 Dancefloors in der Nacht zu gehen, dann Strand, Stille, Sterne und Mond? Ich nenne das Leben. Auch wenn viele es einfach nicht verstehen konnte, wie ein Typ wie ich an so eine Frau kommen konnte? Aber gerade das ist es ja eigentlich, das einzigartige an so einem Moment. Was mich von den anderen unterschied und interessant machte.

Vieles lief richtig. Habe die Situationen gelesen wie ein Fährtensucher die Fährte. Ihre Freundinnen habe ich soweit beflirtet, dass sie mich nur noch mit einem verträumten Lächeln anschauten. Ihr Bruder ist ein guter Kumpel geworden, der mir die Daumen drückte, und sein bester Freund wurde ebenfalls einer, der mich einfach nur cool fand. Und sie? Gut es war Party. Es war Spaß. Es war aber auch Realität weit ab der Oberfläche. Irgendwie war alles verrückt aber auch alles irgendwie greifbar, dass daraus mehr werden kann.

In mein bürgerliches Leben passen wir beide nicht. Sie ist gerade 21 geworden. Wirkt so zart wie eine Blüte, die sich gerade erst geöffnet hat. Tänzerin ist sie, hat beim Fernsehen gearbeitet, reist viel durch die Welt. Eine Stimme, der ich stundenlang einfach nur zuhören kann, auch wenn ich vielleicht nur 30% verstehe, da sie Niederländerin ist. Von Parties hat sie jedoch Ahnung und ist kein Kind von Traurigkeit.

Es war schön und die letzten Tage habe ich einfach nur das Glück in mir genossen, welches noch wie ein Feuer glühte. – Heute kamen mir Zweifel. Ich muß cooler werden, darf mich nicht verlieben, da das alles kaputt machen würde. Mit Mühe habe ich mich davon zurück halten können, sie auf Facebook zuzutexten mit meinen Gefühlen. Das machen sicher etliche andere auch. Das ist langweilig und würde meinen guten Start völlig kaputt machen. Was bleibt ist zu warten und einfach bei der nächsten Party mit dabei zu sein. Eingeladen bin ich von allen. Sie freuen sich. We’re one big family.

Ein Film ist nicht das, was er für einen ist, ohne die Erwartungen, Einstellungen seiner Zuschauer. Gestern habe ich den aktuellen Film „Lucy“ gesehen, alleine. Eigentlich war ja ein netter Nachmittag mit einem leichten Frauenfilm und danach einem Cocktail geplant. Das war das, was ich erleben wollte. Aber sie sagte ab, machte etwas mit der Familie. Hat Kind, Mann und die Schwester kam dann plötzlich zu Besuch. War eben nicht der Moment für ein Ich-fühl-mich-den-ganzen-Tag-gut-Kompliment, mit denen ich die Welt verschönere.

Bin dann natürlich nicht alleine ins Kino gegangen, sondern hab mir den Film gemütlich im Onlinestream angeschaut. Das mache ich manchmal, um bei vielen aktuellen Filmen nach 20 Minuten einfach auszumachen. Ich mag Filme, die einen vom ersten Moment an faszinieren und einen mit langweiligen Typenvorstellungen verschonen. Der typische us-amerikanische Horrorfilm bringt erst mal 30 Minuten ein langweiliges Spießerportrait, mit dem man sich wohl identifizieren soll. Die dunklen Kräfte oder Klischee-Psychopathen, die diese vermeintliche Idylle dann zerstören, – ich empfinde die dann schon meist als die Nice-Guys, in der Hoffnung das Niveau des Films würde nun ein wenig steigen.

„Lucy“ verschont einen mit langatmigen Szenen und treibt den Zuschauer direkt vor sich her, mit der Frage, was für einen Film er denn gerade schauen würde? Er ist wohl eine Mischung aus Aktion, Komödie, Horror und philosophischem Anspruch. Allen diesen Aspekten gerecht zu werden, das ist in nur einem Film völlig unmöglich. Deshalb schafft er es auch nicht, zu den Top-Filmen zu gehören, – ABER: es hat Spaß gemacht, sich durch die turbulente Story zu sehen. Und darum geht es, alles nur Unterhaltung. Besonders gefällt es mir, dass der Film durchaus lustig ist und eine gute Austrahlung hat, ohne jetzt anstrengend lustig, wie viele reine Komödien, zu werden. Statt dessen auch mal ein wenig Aktion, dass man auch manchmal einen Spin zum reinen Gewaltfilm erwartet und am Ende sehr viel psychedelischer Lebensphilosophie, die eigentlich das Sahnehäubchen darstellt. In Anbetracht einer über weite Strecken latenten Erwartungshaltung wie „Oh Gott eine Blondine wird 100% ihres Gehirns nutzen … *OMG*“ wahrlich ein überraschendes Happy-End. Das Film ist durchaus cool und wurde nicht von Spießern für Spießer gemacht. – Lucy in the Sky with Diamonds. 😉 Übrigens in der deutschen Synchro gesehen.

Kalt! – So ist das Gefühl, wenn der Sommer plötzlich erlischt. Zum Ende des Sommers paßt ganz gut meine neue Lieblingsmusik. Kalte, synthetische Klangwelten:

Mir gefällt daran, dass sie kalt, synthetisch und völlig umsonst ist. Interessant für mich: früher habe ich diese Musik völlig monoton und uninteressant gefunden. Aber sie hat durchaus ihren Reiz. Sie ist Gebrauchsmusik für Party, Zwischendurch und das Autofahren. Ein Freund meinte, diese Musik wäre geradezu ideal eine musikalische Mauer zwischen Innerem des Autos und Außenwelt zu ziehen. Während verärgerte Bürger nur das Gehämmer der Bässe mitbekommen, kann man als Privilegierter im teuren, rabenschwarzem Sportwagen die feine Sphärenmusik genießen. Das ist schon wirklich cool, auch den Hass der Außenwäldler hinter den Scheiben wie in einem Aquarium zu erleben. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum viele beim Autofahren die Bässe voll aufdrehen.

Übernächstes Wochenende geht es noch einmal auf ein Festival. Diesmal Holland. Großes Ding, 15000 Karten sind dafür verkauft worden. Für mich schon fast verpflichtend da hinzufahren, einfach weil wirklich alle dahin fahren, die ich aus der Partyszene kenne. Sicher nicht so cool und abgefahren wie das Ding in der Mitternachtssonne am Polarkreis. Aber man darf die Niederländer nicht unterschätzen. Die machen auch geniale Parties, vielleicht sogar auch in der früh-herbstlichen, kalten Dunkelheit und bei Regen? Ich hoffe, komme bis dahin gesundheitlich klar. Weiß nicht, ob es nur der Weisheitszahn ist, oder eine beginnende Erkältung? Zumindestens nervt die Backe, auch Nachts, so wie auch die Arbeit, zu der ich morgens wie ein Zombie hintorkele und Abends völlig baff und müde wiederkomme. Gehe mal jetzt einfach schlafen.

Irgendwie nerven mich diese 3 Worte immer dann, wenn ich mal eben einen Artikel hier schreiben will.

Was ist während dessen passiert? Eine Woche Urlaub habe ich glücklich hinter mich gebracht. Nach meinem Cool-Urlaub nach Norwegen war die letzte Woche jedoch ziemlich uncool. Lernte ein neues Wort, was es ein wenig präziser auf den Punkt bringt als viele Wörter von mir, die sich letztlich um wahrlich gar nichts … nichts … drehen. Der Begriff lautet „Slacker“.

Vielleicht war es auch eine Woche wie im Gefängnis, in denen man sich auch Gedanken machen konnte, was im eigenen Leben nicht richtig läuft? Die Woche hatte ich ja eigentlich wegen der EX am Anfang des Jahres schon geplant. Zum einen läßt das einen nachdenklich werden über die Qualität seiner Beziehungen. Im Nachhinein scheint es mir jetzt, dass ich einfach nicht von meinen ideellen Vorstellungen Abschied nehmen wollte. Real gesehen habe ich stets unstete Beziehungen, die chaotisch und nicht berechenbar ablaufen. Aus diesem Grund habe ich auch meist schönere Erfahrungen als andere Menschen, die ihren Urlaub schon monatelang vorher planen. Freude kann immer nur spontan entstehen. Ich meine wirkliche Freude und nicht das wohltemperierte Gegenstück dazu, welches man vielleicht „bürgerliche Freude“ nennen kann. Ist eigentlich ein großes Problem, dass in einer Gesellschaft dieselben Wörter für völlig unterschiedliche Sachen gebraucht werden.

Es nervte mich immer an meiner Arbeit, dass die immer schon für das gesamte Jahr eine „Urlaubsplanung“ haben wollten. Jetzt auch schon wieder für 2015. Was weiß ich, was ich 2015 machen will? Und das schlimme, neben der nervigen Arbeit gewinnt der Urlaub durch diesen Planungsstress ebenfalls eine gehörige Nerv-Note. Besser wäre es den Urlaub kurzfristig absprechen zu können, was ja auch real so lief, aber diese Woche mußte ich letztes Jahr schon nehmen, da sonst die Frau, die den Urlaubsplan macht, sich totgezickt hätte. Letzte Woche kam auch wie man es nicht ahnt, auch schon das erste Schreiben per Email von diesem Menschen, schon jetzt die Urlaubswünsche für 2015 zu äußern. Gut, diesmal konnte ich es gedankenverloren löschen, da ich 2015 nicht mehr da arbeiten werde.

Neben dem Aspekt der sprunghaften Beziehungen, der ja im Grunde etwas sehr schönes ist, gesellte sich der Ausblick eine Arbeit zu haben, die mit dieser Form von Beziehungen inkompatibel ist. Das ist so eine Gesellschaft-versus-Individuum-Problematik. Die Gesellschaft besteht aus Typen, die Urlaubspläne für das nächste Jahr machen, diplomatisch wie der deutsche Außenminister sich durch das Schlachtfeld Partnerschaft larvieren, gerne Floskeln wie „man sollte“ „man müßte doch“ benutzen und sich permanent einreden, sie wären glücklich. Leute wie ich bedrohen dann die Fundamente ihrer Weltsicht, denn eigentlich gibt es nur sehr wenig im Leben, was „man“ wirklich „machen muß“. Ich denke eigentlich nur das Sterben. Sterben tun wir alle einmal. Alles andere sind gesellschaftliche Gebote, die eigentlich nur wenigen nützen und vielen nur Begrenzungen auferlegen. Komischerweise reagieren diese, die durch ihre Normen eigentlich nur betrogen werden, dann auch am ärgerlichsten, wenn man sie auf den hohen Quatsch-Wert ihrer Lebensmaßstäbe hinweist. Also ich hab das jetzt schon aufgegeben. Die Tragik ist aber, dass eben spontane Sachen weniger möglich sind, als in Kontexten, wo man einfach mal sagen kann, nächsten Monat hätte ich gerne mal 2 Wochen frei.

Na gut. Neulich sah ich in der Stadt Plakate. Es ging um eine Ausstellung über einen ollen König, der mal vor hunderten von Jahren hier sein Ding trieb. Eigentlich war aber nur ein Bild von ihm und der Slogan „Zu Befehl Majestät!“ zu sehen. Also, wahrscheinlich war ich der einzige, der sich an solchen Sachen störte und es kann doch nur so sein, das die meisten dieser Stadtbewohner innerlich noch tief im Absolutismus stecken, was vieles erklärbar machen würde. Also auch diesbezüglich ein Grund die Dinge mal wieder sich ändern zu lassen.