KeiNe PaNik

Film Lucy angeschaut

Posted on: August 24, 2014

Ein Film ist nicht das, was er für einen ist, ohne die Erwartungen, Einstellungen seiner Zuschauer. Gestern habe ich den aktuellen Film „Lucy“ gesehen, alleine. Eigentlich war ja ein netter Nachmittag mit einem leichten Frauenfilm und danach einem Cocktail geplant. Das war das, was ich erleben wollte. Aber sie sagte ab, machte etwas mit der Familie. Hat Kind, Mann und die Schwester kam dann plötzlich zu Besuch. War eben nicht der Moment für ein Ich-fühl-mich-den-ganzen-Tag-gut-Kompliment, mit denen ich die Welt verschönere.

Bin dann natürlich nicht alleine ins Kino gegangen, sondern hab mir den Film gemütlich im Onlinestream angeschaut. Das mache ich manchmal, um bei vielen aktuellen Filmen nach 20 Minuten einfach auszumachen. Ich mag Filme, die einen vom ersten Moment an faszinieren und einen mit langweiligen Typenvorstellungen verschonen. Der typische us-amerikanische Horrorfilm bringt erst mal 30 Minuten ein langweiliges Spießerportrait, mit dem man sich wohl identifizieren soll. Die dunklen Kräfte oder Klischee-Psychopathen, die diese vermeintliche Idylle dann zerstören, – ich empfinde die dann schon meist als die Nice-Guys, in der Hoffnung das Niveau des Films würde nun ein wenig steigen.

„Lucy“ verschont einen mit langatmigen Szenen und treibt den Zuschauer direkt vor sich her, mit der Frage, was für einen Film er denn gerade schauen würde? Er ist wohl eine Mischung aus Aktion, Komödie, Horror und philosophischem Anspruch. Allen diesen Aspekten gerecht zu werden, das ist in nur einem Film völlig unmöglich. Deshalb schafft er es auch nicht, zu den Top-Filmen zu gehören, – ABER: es hat Spaß gemacht, sich durch die turbulente Story zu sehen. Und darum geht es, alles nur Unterhaltung. Besonders gefällt es mir, dass der Film durchaus lustig ist und eine gute Austrahlung hat, ohne jetzt anstrengend lustig, wie viele reine Komödien, zu werden. Statt dessen auch mal ein wenig Aktion, dass man auch manchmal einen Spin zum reinen Gewaltfilm erwartet und am Ende sehr viel psychedelischer Lebensphilosophie, die eigentlich das Sahnehäubchen darstellt. In Anbetracht einer über weite Strecken latenten Erwartungshaltung wie „Oh Gott eine Blondine wird 100% ihres Gehirns nutzen … *OMG*“ wahrlich ein überraschendes Happy-End. Das Film ist durchaus cool und wurde nicht von Spießern für Spießer gemacht. – Lucy in the Sky with Diamonds. 😉 Übrigens in der deutschen Synchro gesehen.

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