KeiNe PaNik

Beep Beep Boop?

Posted on: August 17, 2014

Irgendwie nerven mich diese 3 Worte immer dann, wenn ich mal eben einen Artikel hier schreiben will.

Was ist während dessen passiert? Eine Woche Urlaub habe ich glücklich hinter mich gebracht. Nach meinem Cool-Urlaub nach Norwegen war die letzte Woche jedoch ziemlich uncool. Lernte ein neues Wort, was es ein wenig präziser auf den Punkt bringt als viele Wörter von mir, die sich letztlich um wahrlich gar nichts … nichts … drehen. Der Begriff lautet „Slacker“.

Vielleicht war es auch eine Woche wie im Gefängnis, in denen man sich auch Gedanken machen konnte, was im eigenen Leben nicht richtig läuft? Die Woche hatte ich ja eigentlich wegen der EX am Anfang des Jahres schon geplant. Zum einen läßt das einen nachdenklich werden über die Qualität seiner Beziehungen. Im Nachhinein scheint es mir jetzt, dass ich einfach nicht von meinen ideellen Vorstellungen Abschied nehmen wollte. Real gesehen habe ich stets unstete Beziehungen, die chaotisch und nicht berechenbar ablaufen. Aus diesem Grund habe ich auch meist schönere Erfahrungen als andere Menschen, die ihren Urlaub schon monatelang vorher planen. Freude kann immer nur spontan entstehen. Ich meine wirkliche Freude und nicht das wohltemperierte Gegenstück dazu, welches man vielleicht „bürgerliche Freude“ nennen kann. Ist eigentlich ein großes Problem, dass in einer Gesellschaft dieselben Wörter für völlig unterschiedliche Sachen gebraucht werden.

Es nervte mich immer an meiner Arbeit, dass die immer schon für das gesamte Jahr eine „Urlaubsplanung“ haben wollten. Jetzt auch schon wieder für 2015. Was weiß ich, was ich 2015 machen will? Und das schlimme, neben der nervigen Arbeit gewinnt der Urlaub durch diesen Planungsstress ebenfalls eine gehörige Nerv-Note. Besser wäre es den Urlaub kurzfristig absprechen zu können, was ja auch real so lief, aber diese Woche mußte ich letztes Jahr schon nehmen, da sonst die Frau, die den Urlaubsplan macht, sich totgezickt hätte. Letzte Woche kam auch wie man es nicht ahnt, auch schon das erste Schreiben per Email von diesem Menschen, schon jetzt die Urlaubswünsche für 2015 zu äußern. Gut, diesmal konnte ich es gedankenverloren löschen, da ich 2015 nicht mehr da arbeiten werde.

Neben dem Aspekt der sprunghaften Beziehungen, der ja im Grunde etwas sehr schönes ist, gesellte sich der Ausblick eine Arbeit zu haben, die mit dieser Form von Beziehungen inkompatibel ist. Das ist so eine Gesellschaft-versus-Individuum-Problematik. Die Gesellschaft besteht aus Typen, die Urlaubspläne für das nächste Jahr machen, diplomatisch wie der deutsche Außenminister sich durch das Schlachtfeld Partnerschaft larvieren, gerne Floskeln wie „man sollte“ „man müßte doch“ benutzen und sich permanent einreden, sie wären glücklich. Leute wie ich bedrohen dann die Fundamente ihrer Weltsicht, denn eigentlich gibt es nur sehr wenig im Leben, was „man“ wirklich „machen muß“. Ich denke eigentlich nur das Sterben. Sterben tun wir alle einmal. Alles andere sind gesellschaftliche Gebote, die eigentlich nur wenigen nützen und vielen nur Begrenzungen auferlegen. Komischerweise reagieren diese, die durch ihre Normen eigentlich nur betrogen werden, dann auch am ärgerlichsten, wenn man sie auf den hohen Quatsch-Wert ihrer Lebensmaßstäbe hinweist. Also ich hab das jetzt schon aufgegeben. Die Tragik ist aber, dass eben spontane Sachen weniger möglich sind, als in Kontexten, wo man einfach mal sagen kann, nächsten Monat hätte ich gerne mal 2 Wochen frei.

Na gut. Neulich sah ich in der Stadt Plakate. Es ging um eine Ausstellung über einen ollen König, der mal vor hunderten von Jahren hier sein Ding trieb. Eigentlich war aber nur ein Bild von ihm und der Slogan „Zu Befehl Majestät!“ zu sehen. Also, wahrscheinlich war ich der einzige, der sich an solchen Sachen störte und es kann doch nur so sein, das die meisten dieser Stadtbewohner innerlich noch tief im Absolutismus stecken, was vieles erklärbar machen würde. Also auch diesbezüglich ein Grund die Dinge mal wieder sich ändern zu lassen.

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