KeiNe PaNik

Ozon in Mineralwasser

Posted on: Januar 13, 2014

Am Wochenende fiel mir etwas seltsames bei dem neuem Kasten Mineralwasser auf, den ich schon Tage zuvor eher skeptisch am Rande liegen ließ, – unbewußt sogar meine Züchtung von Wasserkefir wieder aus dem Kühlschrank holte. Wasserkefir war mein Spleen des letzten Spätsommers. Irgendetwas stimmte für mich nicht mit dem Wasser. Am Wochenende schmeckte ich dann soetwas wie ein Schwimmbad-Geschmack beim Trinken. Also ähnlich wie das Wasser, das man beim Schwimmen in einem Bad verschluckt. Also das war das zweite Mal, dass ich mich in meinem Leben vor Mineralwasser ekelte. Das erste Mal war die Geschichte, dass ich von PET auf Glasflaschen wechselte und die letzte PET-Flasche aus dem Lidl (Saskia-Plastikflaschenwasser) einfach mal im Wasserkocher abkochte und darauf hin eine flüssige 2. Phase auf der Oberfläche hatte, so als wäre es Plastik oder Fett.

So verhalf mir das Leben zu einer 2. prägenden Wassererfahrung. Es schmeckte genauso wie ozonisiertes Wasser aus einem Schwimmbad. Eigentlich kommen viele regionale Mineralwässer bei uns aus dem Harz oder Umgebung. So kommt das Ozon-Mineralwasser aus Goslar und nennt sich „Frische Brise“ aus der Georgs-Quelle dort. Beim genauen Nachschaun fiel auch folgender Satz wie eine Riesenschuppe von meinen Augen: „Dieses Wasser ist einem zugelassenen Oxidationsverfahren mit ozonangereicherter Luft unterzogen worden. So können Sie höchste Qualität genießen.“

In Wikipedia kann man lesen, dass Verfahren mit Ozon zugelassen sind, um Eisen dem Mineralwasser zu entziehen. Ich denke oder hoffe mal nicht, dass dies nichts ebenso mit Fäkalkeimen zu tun haben kann? „Höchste Qualität“ eines Wasser kann man ja sicher auch ohne Ozon genießen, so wie ich es gewöhnt bin.

Dabei bin ich jetzt keine teuren Wässer gewöhnt. Mein Lieblinswasser ist das Sankt Conrad Mineralwasser aus der Silberquelle in Bad Harzburg. Das ist genau so günstig wie die „Frische Brise“, aber eben nicht mit diesem Schwimmbadgeschmack. Davon habe ich mir natürlich erst einmal 4 Kästen nachgekauft. Aber ich muß dafür weiter fahren, deshalb bin ich natürlich auf der Suche nach anderen Wässern.

Bis jetzt sah ich Wasser weniger als Genußmittel, sondern als Grundnahrungsmittel. Das könnte sich aber ändern,  weil ich schon Interesse an diesen Heilwässern habe, die recht hochpreisig zu haben sind. Leute, die meinen Wasser würde immer gleich schmecken, halte ich für oberflächlich oder für Opfer der vielen Kunstaromen in der Fertignahrung aus dem Supermarkt.

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