KeiNe PaNik

84 Kilogramm

Posted on: Januar 9, 2014

Am meisten habe ich mich in diesem, noch kurzem Jahr über das Ergebnis meiner Wiegung auf meiner Waage gefreut!  Ich muß sagen, dass bereits vor 2013 die Batterien der Waage leer waren und ich erst jetzt neue besorgt hatte. Ich fand Wiegen dann auch uninteressant, nachdem ich mich gut 2 Jahre durch das Fitneßstudio und diverse Diäten – am Ende – nur noch gequält hatte. Selbst in meinen „besten“ Wiegungen erreichte ich nur 85 kg. Das war die Untergrenze, mehr ging nicht. Jetzt habe ich sie unterboten und das durch ein Jahr ohne Sport und ohne spezielle Diät. Das überraschte mich.

2013 war also ein Jahr mit starken Gewichtsnormalisierungen, wie ich es nenne. Schließlich sind viele, auch ich, schwerer als sie sein müßten oder besser: könnten. Ich denke, dass die Gewichtsabnahme besonders damit zu tun hat, dass ich regelmäßig und ernsthaft zu meditieren anfing. Das war ein großer Schritt zu einem schöneren Leben, als ich es mir überhaupt vorstellen konnte, als ich noch in den üblichen Klischees von Sport und eiserner Diät lebte und dies als Wahrheit auffasste. Im Endeffekt habe ich, wenn ich mal meine alten Sehnsüchte nach Liebe, Sex und körperlicher Gesundheit 2013 mehr und das einfacher erfahren, als ich in der Zeit als Fißneßanbeter überhaupt realisieren konnte. Dieses Urteil hat sich mit dem Waagenergebnis bei mir gefestigt.

Meine Ernährung ist jetzt völlig intuitiv, aber bewußt. Ich halte es jetzt für Materialismus Regeln und Richtlinien für das Essen aufzustellen, um dann zu sagen, so klappt Gewichtsabnahme. Wenn ich zB Lust auf gegrilltes Fleisch und ne Menge Bier hätte, dann wäre das mir nicht fremd, so etwas zu essen. Schließlich war Barbecue mal etwas, was ich sehr geliebt habe. Aber ich empfinde diese Sehnsucht einfach nicht mehr oft so und entdecke jetzt lieber die Schönheit einer vegetarischen Küche. Bin weg von den Fertigprodukten aus dem Supermarkt oder kaufe so etwas nur noch sehr selektiv. Wahrscheinlich ist das auch der wissenschaftliche Grund für meine Gewichtsabnahme? Veganismus und Rohköstlertum halte ich aber für intellektuelle Doktrien, an denen man am Ende selber leiden wird, nachdem man sich am Anfang so viel besser gefühlt hat!?

Eine andere Veränderung ist, dass ich weniger Schlaf brauche. Komme mit 5 Stunden Schlaf gut zurecht und habe dann nicht mehr am Wochenende den Zwang den Schlaf nachholen zu müssen. Der Schlaf als solches verändert sich auch, er ist bewußter. Oft habe ich das Gefühl völlig bewußt zu erleben, wie ich schlafe. Diesen Winter bin ich genauso agil wie im Sommer und war noch nicht krank. Im Herbst war ich mit meiner alten Freundin zusammen. Sie brauchte Hilfe und ich mochte ihr die nicht abschlagen. Sie war dann dauernd erkältet und matt, während ich mich nicht ansteckte, obwohl wir uns nah waren. Auch das verwunderte mich. Sollte ich nicht nur schlanker und energievoller, sondern auch resistenter gegen Erkältungen geworden sein?

Ich bin gespannt, was 2014 bringen wird? Mein Leben ist so geworden, dass überall, wo man vorher nichts sehen konnte, sich Türen öffnen, durch die man gehen kann und man ist in völlig neuen Lebenszusammenhängen. Wo ich mich vorher gefangen in Umständen und inneren Zwängen fand, herrscht heute eine verwunderte Selbstrestrospektive.

Ich wünsche mir aber eine neue Arbeit. Manchmal fühle ich mich wie ein Roboter, dessen Tagessoll man immer weiter erhöht. Man arbeitet um immer mehr Geld zu erwirtschaften, was aber letztlich nicht zu einem glücklichen Leben führt, sondern zu immer nur neuen Wünschen und neuer Arbeit. Mein Arbeitsleben empfinde ich als Gegensatz zu meinem meditativen Privatleben.

Wünsche mir auch natürlich Leute um mich, die genau so denken wie ich. Für gewöhnlich gebe ich vieles meiner Umgebung vor. So gesehen öffnet meine neue Offenheit natürlich auch die Menschen meiner Umgebung. Mit meiner Exfreundin vergriff ich mich aber, wahrscheinlich weil sie genau so gerne ihren Kopf durchsetzt wie ich den meinen? Ich wollte sie zu meinem Leben überzeugen. Ich schrieb glaube ich einmal im Blog, dass ich annahm, sie hätte Alkoholprobleme. Ihre Probleme hingen aber von ihrem Geld ab. War wenig da Alkhohol und wenn es übermäßig da war Kokain. Obwohl ich nicht glaube, dass es da zu einer Abhängigkeit gekommen ist. Das täglich Brot waren aber 3 Joints. Es war mein Ehrgeiz, so einem Menschen zu helfen. Man kann Liebe und Kraft in so ein Projekt stecken, aber eben nicht ewig. War dann auch natürlich innerlich befreit, als das in Scherben fiel. Sie hat mich mit ihrem Dealer betrogen. Ich nutzte die Gelegenheit, alle Kontakte abzubrechen. Kommentarlos. Es gibt so Modelle von Co-Abhängigkeit und warum sollte ich mein Leben für sie ruinieren? Gut, das war das Negative aus dem Jahr 2013. Deshalb auch der Wunsch für 2014 nach positiven Bekanntschaften. Muß ja nicht immer die „große Liebe“ sein. Mittlerweile sehe ich solche Konzepte völlig emotionslos. Aber eben Leute, mit denen ich nach Indien reisen kann, zum Ganges pilgern … das hätte ich mit meiner Ex niemals machen können.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: