KeiNe PaNik

Archive for Oktober 2013

Das Leben fließt an einem vorüber und es ist eine Illusion sich gegen den Strom stellen zu können. Man versucht es, investiert all seine Kraft die Illusion des Ichs zu stabilisieren, um im Angesicht des Todes zu erkennen, das dies nicht klappen konnte. Das Leben fließt weiter, läßt einen dann zurück mit einer bitteren Gewißheit in einem, all der versäumten schönen Orte, an die das Leben einen hätte mitnehmen können? – Wenn man es zugelassen hätte.

Ich denke obige Gedanken mit dem größten innerlichen Ernst. Habe mich sehr geändert. Aber das wollte ich ja, denn das Leben ist viel zu groß und unergründlich, als dass mein altes Ich dieses große Universum auch nur im Ansatz hätte verstehen können? Das Leben schenkt einem alles, was man braucht, wenn man nach dessen Gesetzen lebt. Ich habe alles, was ich brauche.

Meine Ex-Freundin wollte nach dem letzten Wochenende jetzt gleich für 2 Wochen zu mir kommen. Der Kindergarten hat Herbstferien und schon die letzten Wochen telefonieren wir wieder 1-2 Stunden pro Tag. Die Kleine ist immer noch ein Sonnenstrahl und eigentlich ist es wirklich viel schöner gemeinsan wieder neu anzufangen, als neues vom Zaune zu brechen. Ich denke, für mich ist es besser, mein Schicksal aufzuräumen, als immer die gleichen Fehler zu machen. Fühlt sich auf jeden Fall besser an. Man bekommt so ein Gefühl von einem Hauch Ewigkeit, alles ist und war gut und wird so bleiben, egal was kommt … Das Geheimnis zu diesem Glück liegt im Verzeihen können. Da der Mensch aber nur in Polarität leben kann, so bleibt auch dieser Hauch der Ewigkeit an den Moment gebunden. Zumindestens für die jenigen, die das nicht erkennen können. Langsam dämmert es mir aber, dass diese Menschen meine Familie werden, sind und immer waren.

Aber ich werde nächsten Monat in dieser Sache weiter in mich gehen, denn dann habe ich einen Urlaub geplant, der nicht unbedint in wenigen Worten zu beschreiben sein wird.

Ich soll da vorher was unterschreiben, dass ich keine Geisteskrankheiten habe und falls doch, dass ich diese Reise auf eigene Verantwortung machen wolle. Das ist voll nach meinem Geschmack! Hier bin ich richtig, so sagte ich mir. Verheißt es die Extremen mal wieder zu streifen.

10 Tage wollte ich abgeschlossen, in völliger Dunkelheit, irgendwo in Deutschland unter einem hinduistischen Tempel meditieren. Diese Meditationsmethode gilt als sehr persönlichkeitsändernd, da sie tiefe Einblicke in das eigene Innere bringt.

Zum einen ist für mich die Zeit gekommen, sich den inneren Dämonen zu stellen, zum anderen habe ich Zeit meines Lebens mal mehr mal weniger bewußt davon geträumt das einmal zu machen. Das ist also ein weiteres Geschenk des Lebens an mich.

Zum Glück bin ich da unten aber nicht alleine. Eine Gruppe von 7 Mit-Meditierenden und einer Leiterin, die uns auch das Essen bringen wird, wenn einer überhaupt essen will, wird in der Zeit gemeinsam Mantren chanten und Gespräche führen. Ich bin gespannt auf die Mit-Meditierenden, müssen so verrückt sein wie ich?

Mein Leben hat wirklich sehr an Tiefe gewonnen. Persönlicher Himmel und Hölle so nahe beisammen. Und mit meditativer Gelassenheit freue ich mich auf beide … 😀

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Mir fiel auf, lange nichts mehr gepostet zu haben! Habe mich sehr in den Monaten verändert. Mir geht es gut! Ich meditiere jetzt sehr intensiv und träume Nachts davon durch die Berge Indiens zu ziehen, um einen spirituellen Lehrer zu finden. Aber das Leben selber ist eigentlich Lehrer genug, bzw ist es wohl wirklich so, dass im Angesicht von spirituellen Lehrern, oder die man dafür hält, einem die Antworten wie selber durch den Kopf gehen. – Bevor man die Fragen gestellt hat und man verharrt in Ruhe und Stille.

Vielleicht bin ich abgehoben? Wahrscheinlich für die, die anders als ich sind. Aber ich ziehe immer mehr Meditierende in mein Leben, dass es mir völlig normal erscheint so zu sein und wenn jemand Samadhi noch nie erfahren haben sollte, dann wirkt er in meinen Augen wie ein Exot. – Ich würde niemals ein anderer sein wollen, als der ich bin. Die Masse denkt da wohl direkt anders herum, obwohl sie komischerweise ja vom Ego sehr eingenommen?

Privat geht es auch weiter. Mit meiner Ex verstehe ich mich mittlerweile wieder sehr gut. Sie rief mal an, dass sie Hilfe bräuchte. Die drei Wörter „Ich brauche Hilfe“ waren immer wie ein Geheim-Code, der ähnliche Signalwirkung für uns wie „S.O.S.“ auf hoher See hatte.

Am Wochenende kommt sie mit Ihrer Tochter mich in meiner neuen Wohnung besuchen. Ich finde das gut und freue mich, dass aus Desinteresse Interesse und aus Isolation Verbundenheit werden kann. Das Leben ist eigentlich nicht wirklich ein schrecklicher Ort. Ich glaube das Geheimnis ist einfach, alte Verhaltensmuster hinter sich zu lassen wie eine Echse, die sich häutet. Dann bedeutet Leben ewiges Wachsen und beginnt jeden Morgen von neuem, niemals wie gehabt und immer neu.