KeiNe PaNik

Archive for Juni 2013

Was mich an so genannten Deostiften immer ärgert ist, dass sie teuer sind, sie meistens mehr leer als voll sind und meistens komisch riechen.

Es gibt einen Typ Menschen der intuitiv annimmt, mehr Deo aufgetragen wäre besser als in seinem eigenen Naturgeruch durch das Leben zu schreiten. Obwohl man den eigenen Geruch, oder besser ein anderer, der den riecht, genau abschätzen kann, ob ich krank bin, müde oder vital, begattungsbereit oder anderweitig abgelenkt und Angst habe oder angriffslustig bin. Kurz es ist eine ganze Kategorie an Sinneserfahrungen, die durch den Deostift einfach übergekleistert wird.

Für mich ist es auch klar, dass ein Deostift geruchsneutral sein, üble Gerüche natürlich vermeiden sollte, – aber eben in seiner Wirkung sehr diskret bis unsichtbar. Geruchskomponenten kann man nach Laune durch eigene Parfüms generieren. Da bin ich durchaus kein Purist.

Also habe ich lange Erfahrungen mit geruchsneutralen Deostiften gesammelt und sie alle für zu teuer befunden, auch in Hinblick, dass man die alle 2 Wochen nachkaufen muß. Irgendwann habe ich dann Kristall-Deo-Steine gefunden. Das sind industriell gefertigte Kristalle, die die Schweißbildung hemmen. Eigentlich ähnlich wie der Stein nach der Rasur, der auch die Hautporen verschließt und so Blutungen stillt.

Die Sticks, die ich immer bisher hatte, die brachen als Kristall recht bald von ihrer Plastikfassung ab. So dass ich das immer als semioptimal sah. Habe aber jetzt meinen letzten Deostein dann einfach weiter benutzt und mache dies schon gut 6 Monate!

Da spart man eine Menge an Geld für andere Deostifte! Jetzt kann man sich freuen, dass man im Dunklen sitzt, friert und dabei Geld spart, aber das ist nicht mein Ding. Das gesparte Geld trug ich nach Douglas für ein neues Parfüm „Colonia Assoluta“ von „Acqua di Parma“, nur so nebenbei. Also das gesparte Geld kann man wirklich so in einen höherwertigen Duft stecken. Nebenbei hat man so nettere Erinnerungen: „Die Zeit als Du das Acqua di Parma hattest!“. Sowas gibt es mit teurem Deo-Stift mit Moschusgeruch aus dem Regal überall, eher weniger!

Es geht doch darum, durch optimales Konsumverhalten ein Plus an Lebensqualitiät, häufig auf ganz einfache Weise, zu erzielen.

Am Wochenende, jetzt wo ich wieder Internet habe, lud ich mir gut 8 aktuelle Horrorfilme aus 2011 und 2012 herunter. Alle außer einer waren durchwachsen und zum Teil noch nicht einmal so packend, dass ich es bis zum Schluß schaffte sie zu sehen. „Inbred“ aber war wirklich in vielen Bereichen „outstanding“ und wer wirklich wissen will, woher ich die Idee bekommen habe, meine Limonade selber zu machen, der schaue sich mal den Film an.

Am besten schaut man solche Filme an, ohne vorher zu wissen, worum es geht und läßt sich einfach auf die Reise mitnehmen. Der Film ist oft herzig, hat aber Tiefen, die sehr gewaltsam sind, ganz im Kontrast zu seiner oft humorvollen Handlung.

Der verlinkte YouTube-Upload stellt lediglich eine entschärfte Version des Films dar. Empfehlen tue ich, sich den Film anderswo ungeschnitten zu besorgen. Für mich DER Film des Jahres 2012!

Jeder Tag ist ein Scheideweg, an dem man sein Leben und auch das anderer grundlegend in die eine oder andere Richtung verändern kann. So ist es nie zu spät neu anzufangen oder zu spät aufzuhören oder einfach weiter zu machen. Das macht die Freiheit im Leben aus, dieses Denken zu entwickeln.

Mein Urlaubsproblem ab nächster Woche habe ich zu 50% gelöst. Zumindestens in der 2. Woche fahre ich weg und habe sogar schon „gebucht“. Es geht nach Süddeutschland und dort habe ich eine Woche buddhistische Meditation vor mir. Früh aufstehen und meditieren tue ich jetzt eh schon. Aber ich will wenigstens im Urlaub das nicht alleine machen müssen. Auch neue Techniken möchte ich erlernen und lange sehr lange meditieren üben. Natürlich auch Lehrgespräche, die einem die Augen öffnen. Das ist so meine Idee von Urlaub! Habe ich ein wenig im Internet gesucht, als ich mich erschüttert von diesen ganzen Last-Minute-Portalen erholen mußte. Das gute ist, wenn es mir dort gefällt, könnte ich in dem dortigen Kloster auch immer wieder als Gast wochenlang zur Meditation weilen. Damit wären meine Urlaubsprobleme, ich weiß ja nicht wohin reisen im Urlaub, ein für alle mal beendet. Bei der Arbeit erzähle ich aber davon nichts. Da gibt es andere Probleme.

Mein Betriebsflirt sagte mir letzte Woche, dass sie nur noch bis Ende Juli dort arbeiten würde. Reagierte traurig und war schwierig zu verstehen. Sie meinte aber, ich hätte doch noch fast 2 Monate um „mir etwas einfallen zu lassen“. Das war schon sehr nett gemeint, wenn ich bedenke, wie eng mir Frauen normalerweise Ultimaten stellen. Aber die Aussicht dann ohne sie da arbeiten zu müssen, bedrückt mich schon. Das Titanic-Thema erklingt da wieder in meinem Leben und eisig-kalte Atlantikfluten wollen mich zum Grund ziehen … Aber heute war wieder ein sonniger Tag, an dem ich die Sehsucht entstehen lassen konnte, er möge nie vergehen.

Zuhause tut sich auch eine Menge. Ich traf den Vermieter mit seinem Spezi, der als Hausmeister fungiert, am Vintage-Auto-Rumschrauben. Am Donnerstag gibt es wieder Hofbier für die Mieter (mich) und eigentlich immer ganz interessanten Leuten. Die beiden machen sich wohl Sorgen um mich und wollen mir jetzt Frauen aus Osteuropa „besorgen“. Jedem Hofbierabend soll da eine sein, für den Fall, dass sie mir gefallen sollte. Die beiden taten recht geheimnisvoll und verschwörerisch. Die Freundin von dem Spezi arbeitet wohl bei einer Zeitung, bei der Frauen aus Osteuropa inserieren können. Die sollen dann wohl sukzessive zu uns in den Hof eingeladen werden. Wenn ich ehrlich bin, finde ich dieses Spiel aber nicht so interessant. Ich finde Frauen, die mittels Anzeigen Partner suchen, unspontan und aus Osteuropa? Da habe ich keine Erfahrungen mit!

So ist mein Leben zwischen Liebe, meditativem Glück und profaner Gier fein aufgefächert und gestaltet sich mitunter schwierig.

Und plötzlich ist es heiß. Ich komme verschwitzt von der Arbeit Abends zuhause an. Auch dort ist es sehr heiß. Beste Sonnenlage! Das passende Getränk habe ich mir jetzt für diese Bedingungen ausgedacht: selbst gemachte Zitronenlimonade(1)! Und die geht so:

Ich nehme ein Longdrink-Glas mit ca 300 ml Fassungsvolumen. Dann:

1/4 bis 1/3 Zitronensaft. Ich nehme zZ noch vorgepressten Saft. Geht aber natürlich auch mit frisch gepressten Zitronen.

2 Löffel Steviapulver. Sollte 2 Löffeln Zucker entsprechen.

3/4 bis 2/3 Mineralwasser mit Kohlensäure. Natürlich aus einer Glasflasche, weil so der Effekt der Kohlensäure einfach kräftiger ist. In Plastikflaschen geht Kohlensäure verloren und es prickelt nicht mehr so stark, wenn die Flasche älter ist.

Vorsicht beim Aufgießen mit dem Mineralwasser! Das Stevia-Pulver schäumt. Ich gieße erst die Hälfte auf, dann nach einiger Zeit den Rest.

Dann reichlich Eiswürfel!

Mir schmeckt es bestens und frage mich, warum nicht schon so reine Stevia-Limonaden auf den Markt sind? Aber dann wieder denke ich: meine eigene Limonade schmeckt so gut, da brauche ich Coca Cola und Co eigentlich überhaupt gar nicht mehr!!!

(1) Zitronenlimonade ist eigentlich richtig falsch gesagt, da Limonade selber schon ursprünglich ein Getränk mit verdünntem Zitronensaft bedeutet.