KeiNe PaNik

Archive for Januar 2013

Das Jahr 2013 brachte es mit sich, dass nun das Wäldchen vor meinem Haus gerodet worden ist. Im Dezember fing es an und dunkle Männer mit Kettensägen durchstreiften das Stück Idylle und legten einen Baum nach dem anderen um. Jetzt ist mindestens Platz für ein 2-Familienhaus dort und die Atmosphäre und Abgeschiedenheit meines Hauses ist dahin, -Willkommen am Ground Zero!

So gesehen ist es der rechte Zeitpunkt von hier auf zu brechen. In der neuen Stadt habe ich eine super-teure Loft gemietet. Dachterrasse mit Panoramablick über die Skyline und wer sich mal mit der Idee eines Lofts auseinander gesetzt hat, weiß, – keine Nachbarn die stören und mitten in der Stadt ist man alleine für sich! Alles wieder so ein Ding gnadenlos das eigene Ego auszuleben. Aber ist ja auch richtig so, wenn man täglich 10 Stunden im Arbeitsleben den Zinnsoldaten spielt, so ist es mir unerträglich dann nach Feierabend die belanglosen Gesichter irgendwelcher Leute sehen zu müssen. Das ist Lebensqualität!

Zur Zeit wohnte ich dort aber in einem Sozialbau, in dessen Parterre sich im Kindergarten Abends Islamisten eingemietet haben, um ihre Parolen zu grölen. Erinnert alles so an Call of Duty, Modern Warfare, den ersten Teil, der in einem arabischen Land spielt. Aber diese Woche geht es raus aus dem Slum in die ersehnte Loft! – ABER so richtig eigenmodisch wie trendy ist es dort noch nicht! Ehrlich gesagt fehlt dort noch alles, von einer Küche über Möbel bis hin zur Beleuchtung.

Merkte jetzt am Freitag, wie abgebrannt ich bin! Alles so Beträge: Kaution, Handwerker und neue Küche! Morgen muß ich meinen Chef daran erinnern, mir pünktlich das Gehalt zu überweisen, sonst kracht es bei mir im Konto im Gebälk. Besonders ernüchternd: habe mich jetzt entschlossen auch aus Kostengründen all die Möbel mitzunehmen. Die wollte ich zurücklassen, wegen den Erinnerungen und so. Ebenso die Leuchten, denn wirklich alles neu zu kaufen, dafür müßte ich erst mal bis Sommer arbeiten. Aber im Prinzip denke ich richtig gehandelt zu haben. Die Wohnung ist auch arbeitsnah und flugs bin ich auch im Schwimmbad mit 50-Meter-Bahn! Da hab ich letzte Woche schon wieder mal einen Kilometer geschwommen. Das war toll und besser als so eine besch*** Muckibude mit all den 08/15-Typen und Typinnen. Mehr als 3 Jahre war ich ja in solchen Hallen, einfach weil es keine vernünftige 50-Meter-Bahn gab! Auch das hat sich geändert. Wollte aber erst mal ein halbes Jahr regelmäßig schwimmen. Das ist so das Privat-Programm, was ich mir vorgenommen habe. Dann mal schauen, was ich mache? Beruflich ist es ja so immer das selbe. Träume immer noch davon nach Holland zu gehen. Dieses kleinliche Schmalspurdenken in Deutschland, damit werde ich nie zurecht kommen.

So fühle ich mich in der neuen Stadt auch überhaupt nicht wohl. Das war sonst nie so, wo ich eigentlich immer viel und gerne was entdecke, wenn ich neu bin. Man stelle sich vor, in den 2 Monaten habe ich keine einzige Frau in der Stadt getroffen, die es irgendwie wert gewesen wäre anzusprechen oder zu mindestens ihr ein wenig hinterher zu blicken!

Für eine Großstadt ist das ein trauriges Resultat. Die Leute ticken auch anders, als anderswo. Im Schnitt trägt die Frau dort 50 bis 80 Euro mehr für Add-Ons am Körper, trotzdem oder vielleicht gerade deshalb haben sie so gut wie Null Ausstrahlung! Lustigerweise habe ich in einem populären Online-Magazin vor 2 Monaten einen Bericht gelesen, dass es in dieser Stadt europaweit am wenigsten Seitensprünge von Männern geben würde? – Jetzt bin ich schlauer und weiß warum!

Natürlich ist das auf der Arbeit dasselbe! Keine dabei, die mich wirklich interessieren würde. Und das schlimme: die grauen Mäuschen fangen an zu rebellieren, wenn man ihnen nicht die Aufmerksamkeit gibt, nach der sie gieren. Zuerst dachte ich, na ja Hauptsache mit den Chefs kommste klar, alles andere ist nicht so wichtig. Aber letzte Woche nötigte mich eine von der Ü40-Fraktion in ihr Zimmer. Sie wollte mir ihre Waschmaschine aufschwatzen, wobei ich ihr gut drei Mal sagen mußte, dass ich bereits eine haben würde. Dann fing sie dabei an mich zu begrapschen und anzumachen. Mir wurde richtig übel und mir fiel auf den ersten Blick gar nichts so richtig ein, mich aus der Situation zu befreien. Komischerweise wird jetzt viel über sexuelle Belästigung in den Medien geschrieben, aber so einfach und plump, als würden nur Männer Frauen sexuell belästigen. Aber solche Situationen sind nicht wirklich neu für mich. Könnte auch noch bedenkliches aus meiner Kindheit erzählen, was klar machen würde, warum ich ein 90%-Frauenhasser bin? Heißt 90% aller Frauen bewerte ich nicht gerade überschwenglich positiv. Bin also in so einem Loch voller langweiliger, häßlicher und völlig ausgehungerter Weiber gelandet. Mit einem Kollegen, wieder aus Griechenland, habe ich mich aber schon ein wenig angefreundet.

Aber insgesamt ist die Situation dort recht bedenklich. Von meinem Inneren würde ich sagen, verlasse die Stadt, sie ist teuer, die Leute dort völlig anders als du und arbeiten, – na ja eigentlich haben alle Stellen, bei denen ich mich beworben habe, auch zugesagt. Aber die teuren Investitionen in die Loft!!! Bis mindestens Ende des Jahres muß ich es dort aushalten, allein schon um eine höhere Zahl wieder auf meinem Girokonto zu haben.

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Der Videosprecher und -macher, Herr Collins, ist Humanist und Filmemacher aus Boston/USA, der zur Zeit im schönen Amserdam wohnt. Aber ob das Video ausreicht, um die Youtube-Gläubigen, die all die schlechten Dokus dort so glauben, als wären es die Nachrichten? – Ich bezweifel das.

Zombiefilme mag ich eigentlich nicht so sehr. Aber Zombie 108 hab ich mir bestimmt schon 3 Mal angeschaut, was in so fern ungewöhnlich ist, und ich den Film auch hier weiter empfehlen möchte. Natürlich muß man sich den in der Orginalsprache -Mandarin- ohne Untertitel anschaun. Das gibt dem Film das gewisse etwas und man fragt sich die ganze Zeit, was da bloß abgeht? Vorweg muß gesagt werden: der Film greift zum Teil recht tief in die Klischee-Kiste, so wie es nur sehr wenige westliche Filme wagen. Aber das liebe ich an asiatischen Filmen: naiv unschuldig und dabei so trashig-verdorben! Schön gemacht ist der permanente Wechsel der Atmosphäre und der Stimmungslage des Films. Mal ist er komisch, dann tragisch, dann wieder gewaltverherrlichend und wie viele Filme aus Asien auch mal romantisch um dann wieder unterirdisch-grottige Höhepunkte zu ersteigen. Der Film ist sicher nicht für jeden gemacht, aber einer von denen, die man bis zur letzten Minute anschaut und sich fragt, was jetzt noch alles kommen mag? Fazit: guter B-Movie, aber Achtung: Gewalt gegen Frauen und Sexualität!

Nach langer Zeit nach Hause zu kommen. Was auch immer das heißen soll, wie man es sich im Kopf denkt: das Zuhause? Ein schönes Gefühl ist alles beim Alten vorzufinden und wenn selbst der Briefkasten gähnend leer ist, dann überkommt einem das gute Gefühl, dass dort noch alles in Ordnung wäre.