KeiNe PaNik

Sofa-Wochenende!

Posted on: November 23, 2012

Nachdem ich merkte, dass man mit sporadischen Vertretungsarbeiten kaum was verdient, stellte ich mich diese Woche bei mehreren Gelegenheiten für feste Engagements vor. Da ich ein Perfektionist bin, kaufte ich mir neue Sachen für diesen Zweck, unter anderem neue Schuhe. Nachdem ich 3 Tage unter Zeitdruck in diesen längere Strecken ging, kommt mir heute aufstehen und -treten wie ein Tritt in Glasscherben vor. Die ganzen Versen sind wund und suppen eine eklige Flüssigkeit. Verständlicherweise nahm ich mir vor, am Wochenende das Sofa so selten wie möglich zu verlassen. Draußen regnet es und mir ist permanent kalt, so dass ich eben die Heizung ein wenig höher geschaltet habe. Wenn man zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wird, dann hat man meistens schon die Stelle. So ist das auf jeden Fall immer bei mir gewesen. Ich habe jetzt die Wahl zwischen 2 Stellen. Ist auch irgendwie eine doofe Entscheidung. Einmal ist es eher ein gemütlicher Job, zum anderen wäre es eine Karriere-Stelle, die im Lebenslauf schon etwas her macht. In meinem Leben hatte ich nur solche Stellen, außer die Letzte, in der ich mich unterfordert fühlte. Sicherlich bei gutem Gehalt nicht das schlechteste. Aber ein Kritikpunkt an meiner alten Arbeit war, dass ich mit Idioten zusammen arbeiten mußte, die sich für Genies hielten. Das ist eine sehr unvorteilhafte Kombination und ich hatte am Ende einfach keine Lust mehr darauf. Der Nachteil an dem Karriere-Job: wieder im harten Geschäft zu sein. Der Chef ist kein Idiot und zahlt meine (hohen) Gehaltsansprüche sicher nicht, ohne „etwas“ dafür zu erwarten. Auch ist es normaler Weise so, dass man in Konkurenz zu Leuten in gleicher oder unteren Ebenen kommt. Will ich das?

Die andere Stelle bringt weniger Geld, würde sich aber gut planen lassen. Wär soetwas wie mit weniger Geld mehr Spaß am Leben zu haben. Irgendwie schon verrückt, dass ab einem gewissen Grad weniger Geld wirklich mehr Lebensqualität bedeutet?

Das überlege ich mir jetzt gerade, während ich hier liege. Klüger wäre aber in der Tat der Karriere-Job. Ein Vorteil wäre auch die Sprungbrett-Funktion. 2 oder 3 Jahre kann man das machen, arbeitet auf hohem Niveau. Habe mir überlegt vielleicht ein internationales Diplom zu machen und mein Englisch zu verbessern. Dann kann es weiter gehen. Ein lauer Job mit viel Spaß am Leben hingegen, das sind meist Lebensjobs, aus denen man schlechter wieder raus kommt.

Na ja … lassen wir den Regen draußen plätschern und der Mate-Tee ist jetzt genau richtig zum Trinken. Na dann kann das Wochenende beginnen! Ach so: ich wollte ein Buch schreiben, was auch in Ansätzen geschehen ist. Aber mir fiel auf, dass mein Stil zu verderbt ist. Wenn ich so etwas veröffentlichen würde, dann würden mir sicher keine Karriere-Jobs mehr angeboten werden …. Oh Gott, langsam werde ich wohl mainstream!!

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5 Antworten to "Sofa-Wochenende!"

Was meinst du mit einem „verderbten“ Stil ?

Die Frage hat mich beim Schreiben auch beschäftigt. Beziehungsweise habe ich nachgeschlagen, ob man „verderbt“ noch sagt? Heute würde man eher „verdorben“ sagen. Aber „verdorben“ kann ja auch einfach nur schlecht gemacht bedeuten, während mit „verderbt“ es eindeutig moralisch fragwürdig wird und auch das Wörtchen „derbe“ mit dabei ist. Für mich ein Zeichen, dass heutige Umgangssprache zunehmend ausdrucksärmer wird. Aber schön, dass es Dir auffiel: auch ich stockte hier es so aufzuschreiben, wie ich es wohl mundartlich denke.

Falls Deine Frage inhaltlich gemeint ist: ich hab mich dann irgendwann doch bei der Vorstellung geschämt, dass Fremde all das mal lesen würden.

Die Frage nach dem Inhalt wäre meine nächste gewesen.

Da sind wir beide gleich. Ich informiere mich auch gerne über die kleinsten Kleinigkeiten, die ich von mir gebe, oder die mich interessieren.
Zum Beispiel habe ich letztens nach Synonymen für Wasser gesucht. „Hydrogeniumoxid“ gefällt mir am besten.

Und : „verderbt“ werde ich ab nun öfters verwenden 🙂

Inhaltlich denke ich, ist das Kind aber noch nicht in den Brunnen gefallen. Ist ja eine Geschichte und das kann durchaus ein Vorteil sein, weil man künstlerische Freiheit hat. Sicherlich würde, wenn ich es autobiographisch verfasse, einige Probleme auf mich zu kommen. Aber in Romanform darf es fiktional sein. Ich nehme das Laptop auf jeden Fall mit in die nächste Woche. Vielleicht sind ja meine Abende wieder so leer, dass ich mich ransetze?

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